Verbandkasten im Auto - Das gehört zur Ersten-Hilfe-Ausrüstung

Der Verbandkasten im Auto soll im Falle eines Unfalls sicherstellen, dass schnell Erste Hilfe geleistet werden kann.


Warndreieck und Erste-Hilfe-Material gehören zur Grundausstattung eines jeden Fahrzeugs und sind im Falle eines Unfalls elementar – das Warndreieck zur Absicherung der Unfallstelle und der Verbandkasten im Auto zur Erste-Hilfe-Leistung. Das Mitführen dieser beiden Gegenstände ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, sie sind nach DIN-Norm geregelt.

Gesetzliche Regelungen für den Verbandkasten im Auto
Die gesetzliche Regelung für den Verbandkasten im Auto findet sich in §35h Abs. 3 StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung). Hier heißt es, dass in Fahrzeugen, deren Höchstgeschwindigkeit über 6 Km/h liegt und die nicht in die Kategorie einachsiger, sowie land- und forstwirtschaftlichen Arbeits- und Zugmaschinen, Motorrädern und Krankenfahrstühlen fallen, Erste-Hilfe-Material mitgeführt werden muss. Dieses hat in Art und Menge der DIN-Norm 13164 (Stand Januar 1998) zu entsprechen und so verpackt zu sein, dass es weder durch Feuchtigkeit und Staub noch Schmier- und Kraftstoffe verschmutz werden kann. Die Mitführung von Erste-Hilfe-Material (Verbandskasten) ist in vielen Staaten Pflicht, die in Deutschland gültige Ausnahmeregelung für Krafträder gilt nicht zwingend auch in anderen EU-Ländern. Wird bei einer Verkehrskontrolle festgestellt, dass sich kein ordnungsgemäßer Verbandkasten im Auto befindet, führt dies zu einem Verwarngeld zwischen 5 und 25 Euro. Die Regelung DIN-Norm 13164 „Erste-Hilfe-Material – Verbandkasten B“ sagt lediglich etwas über den Inhalt des Verbandkastens aus, macht aber keine Angaben über das Verfallsdatum.

Vorgeschriebener Inhalt eines Verbandkastens
Der Verbandkasten im Auto muss nachfolgende Gegenstände aufweisen. Dazu gehören ein Paket Heftpflaster und acht Wundschnellverbände nach DIN 13019. Diese sollten regelmäßig auf Verfallsdatum kontrolliert werden, da sie im Laufe der Zeit ihre Klebefähigkeit verlieren und somit im Ernstfall unbrauchbar wären. Die Größe der vorgeschriebenen vier Verbandspäcken ist in DIN 13051 geregelt, die des Verbandstuchs in DIN 13152. Brandwunden sind bei Unfällen nicht selten und müssen mit sterilem Material abgedeckt werden. Deshalb ist die Kontrolle auf Unversehrtheit der Verpackung der zwei Verbandstücher für Brandwunden (DIN 13152) noch wichtiger als die Kontrolle auf Verfall. Dasselbe gilt für die sechs vorgeschriebenen Kompressen. Ebenfalls im Verbandkasten müssen sich fünf Fixier- oder Mullbinden (DIN 61634) sowie zwei Dreieckstücher nach DIN 13168 befinden. Neben dem Material zur Wundversorgung sind eine Rettungsdecke in der Größe 2,1 mal 1,6 Meter, eine Schere nach DIN 58279 A 145 sowie vier Einmalhandschuhe (DIN EN 455-1 und -2) vorgeschrieben – nicht zu vergessen das Inhaltsverzeichnis und die Erste-Hilfe-Broschüre.