Triumph TR6 - Kult-Roadster aus Großbritannien

Der Triumph TR6 hat Charakter und Charme – er ist kantig, schlicht und schnell.


Der Triumph TR6 verkaufte sich während seiner Produktion in den Jahren von 1968 bis 1976 über 94.600 Mal. Der Roadster des britischen Autoherstellers Triumph hatte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Als der TR6 im Jahr 1968 vorgestellt wurde, basierte das Chassis im Wesentlichen immer noch auf dem TR4. Karmann war ein Karosseriebauer, der in Osnabrück das Design des TR6 entwickelte. Giovanni Michelotti entwarf die vorhergehenden Modelle, er stand allerdings nicht mehr zur Verfügung. Die verspielte Form des TR5 wurde in der Linienführung beim TR6 glatter. Grundsätzlich blieb die Form an Michelottis TR4 angelehnt. Technisch blieb ebenfalls alles beim Alten, der Motor stammt aus dem TR5. Erst im Jahr 1976 wurde der Triumph TR6 dann durch den TR7 abgelöst, wobei der TR6 bis dahin zu den meist produzierten Modellen in der Geschichte von Triumph wurde.

Die Leistung des TR6
Einen 6-Zylinder mit 2,5 Litern Hubraum und einer Saugrohr-Benzineinspritzung hatte die europäische Version des TR6. Über ein 4-Gang-Schaltgetriebe wurde die Kraft von 143 PS übertragen. Die USA hatten andere Abgasbestimmungen, der Triumph hatte hier einen Doppelvergaser und zwischen 98 und 106 PS. Der TR6 hat an der Hinterachse Trommelbremsen und an der Vorderachse Scheibenbremsen. Mit einem schwächeren Motor mit einer Leistung von gedrosselten 123 PS waren die in Europa ab dem Jahr 1973 ausgelieferten Modelle bestückt.

Ein echter Klassiker
Der TR6 ließ sich durch ein optional erhältliches Hardtop zu einem GT umwandeln. Der raue Charme von britischen Roadstern wehte durch den Triumph TR6. Er ist ein Klassiker für Windgesichter, die im Sturm erobert werden wollen. Der TR6 ist einfach schnell, schlicht und kantig. Die Technik beim TR6 gilt als robust, dennoch wird eine gute und regelmäßige Pflege benötigt. Bei vielen älteren Engländern steckt oft in der Elektrik der Wurm drin, allerdings gibt es für den TR6 viele Ersatzteile zu kaufen. Circa 90 Prozent der Triumph TR6 wurden für den Export hergestellt, in England gibt es dadurch nicht mehr allzu viele Exemplare. Seit dem Kauf von Rover im Jahr 1994 liegen die Markenrechte von Triumph bei BMW. BMW behielt die Namensrechte von Triumph, Mini und Riley nach der Trennung von Rover und BMW. Pure Fahrfreude bringen in dem TR6 auf jeden Fall der Reihensechszylinder und der bullige Auftritt.