Tektonische Platten: Gründe für Erdbeben und Erdrutsche

Wenn tektonische Platten sich bewegen, lösen Sie in der Regel Katastrophen von unterschiedlichem Ausmaß aus, wie Erdbeben oder Vulkanausbrüchen.


Unsere Kontinente und Erdoberflächen schwimmen auf tektonischen Platten. Nun gut, sie schwimmen vielleicht nicht im wörtlichen Sinn, jedoch liegen sie auf einer flüssigen Schicht aus Magma auf. Darauf haben sie sich über die Jahrhunderte hin und her bewegt und tun das auch noch heute. Als Konsequenz dieser von uns oft kaum wahrgenommenen Bewegungen tektonischer Platten kommt es immer wieder zu heftigen Erdbeben. Auch Erdrutsche sind ein Oberflächeneffekt der Plattenbewegungen unter uns. Zu Katastrophen kommt es gerade dann, wenn zwei tektonische Platten aufeinanderstoßen oder sich untereinander schieben. Regionen, in denen sich eine Platte unter die andere schiebt, sind die größten Risikogebiete für Erdbeben, so zum Beispiel am Atacamagraben in Südamerika oder andere Regionen in Japan.

 

Tektonische Platten – wo bewegen sie sich hin?

Vor Millionen von Jahren sah unsere Erde vollkommen anders aus. Die Kontinente, wie wir sie heute kennen, befanden sich an ganz anderen Orten. Der Subkontinent Indien befand sich beispielsweise sehr viel näher an Australien und der Antarktis. Südamerika und Afrika passen mit ihren auffälligen Auswölbungen auch heute noch wie zwei Puzzlestücke zusammen. Die beiden Kontinente hingen früher zusammen. Auch heute bewegen sich die Platten weiter fort. Afrika arbeitet sich zum Beispiel langsam aber sicher auf Europa zu. Es handelt sich dabei aber lediglich um einige Zentimeter pro Jahr. Die Bewegung Afrikas hatte es aber immerhin vermocht, vor Jahrtausenden die Alpen zu schaffen. Auch das Himalayagebirge ist ein Resultat der tektonischen Platten, in diesem Fall der Bewegung des indischen Subkontinents auf Asien zu.

Tektonische Platten: Risikogebiete, Hot Spots, Arten von Plattenverschiebungen

Es gibt verschiedene Arten von Plattenbewegungen auf der Erde. Konstruktiv gelten tektonische Platten dann, wenn sie Veränderungen in der Oberflächenstruktur der Erde hervorbringen und so Gräben, Inseln und Gebirge schaffen. Dagegen können durch Untereinanderschieben und Kollidieren von tektonischen Platten auch schwere Schäden entstehen. Vulkanausbrüche und Erdbeben sind die nennenswerten destruktiven Effekte von Plattenverschiebungen. Gefährdet ist die gesamte Westküste des amerikanischen Kontinents, da hier pazifische Platte und amerikanische Platten aufeinander treffen. Nicht umsonst ziehen sich mit den Rocky Mountains und den Anden zwei namhafte Gebirge im Hinterland der gesamten Küste Amerikas entlang. Auch Japan wird regelmäßig von Erdbeben durch Plattentektonik heimgesucht. Dabei sind auch Tsunamis, hohe Wellen, die durch Unterwasserbeben entstehen, ein gefährlicher Effekt der Plattentektonik.