Spitzahorn - Merkmale und Verbreitung

Wer sich für das Vorkommen bestimmter Baumarten in Deutschland interessiert, wird schnell auf den Spitzahorn stoßen - hier die wichtigsten Fakten.


Zu Beginn es Frühlings leuchtet vor allem ein Baum in Deutschland bereits in gelber Blütenpracht, während die meisten anderen Gewächse noch kahl im Winterschlaf liegen: der Spitzahorn. Bekannt ist dieser Baum auch unter dem Namen Spitzblättriger Ahorn. Gerade in deutschen Städten ist er besonders verbreitet und daher vielen Menschen zumindest vom Vorübergehen bekannt. Hier soll dieser Baum allerdings ein bisschen näher unter die Lupe genommen werden.

Die Kennzeichen

  • In der Regel hat der Spitzblättrige Ahorn einen eher kurzen Stamm, der in einer runden Baumkrone endet. Insgesamt erreicht er eine Höhe von 15 bis 30 Metern bei einer Breite von über acht Metern. Die Rinde hat tiefe, längs-rissige Furchen und kann Färbungen von grünlich braun bis schwarz-braun annehmen.
  • Die einzelnen Blätter treiben bereits gegen Ende April aus und sind fünf- bis sieben-lappig. Dabei sind sie zehn bis 19 Zentimeter breit beziehungsweise lang. An der Oberseite weisen sie eine dunkelgrüne Färbung auf, an der unteren Blattseite sind sie hellgrün. Die Blätter sind glatt und lediglich direkt auf den Blattnerven mit ein paar kleinen Haaren versehen. Der Stiel des Blatts variiert in der Länge von etwa vier bis 20 Zentimeter und verdickt sich zum Ast hin kugelförmig. Von Oktober bis November zeigt sich das Laub in einem satten Gelb-Orange, bisweilen sogar in einem kräftigen Rot-Ton.
  • Die einzelnen Blüten des Spitzahorns, die sich im April zeigen, sind bis zu einen Zentimeter groß. Sie setzen sich zu Doldentrauben zusammen, welche vier bis acht Zentimeter lang sind. Die Farbe der Blüten ist ein leuchtendes Zitronengelb, das teilweise ins Grünliche übergehen kann.
  • Bei den Früchten handelt es sich um paarweise Nüsschen, die in einem stumpfen Winkel zueinanderstehen.

Das Vorkommen

  • Der Spitzblättrige Ahorn ist von Mitteleuropa bis nach Westasien zu finden. Hier wächst er sowohl im Tiefland als auch in Höhen von bis zu 1000 Metern und tritt häufig in Laubmischwäldern auf. Der Spitzahorn benötigt für ein gutes Wachstum feuchte, lockere und nährstoffreiche Böden, die zudem häufig kalkhaltig sind. Der pH-Wert des Bodens sollte dabei schwach sauer bis alkalisch sein. Der Spitzblättrige Ahorn bevorzugt einen stark sonnigen bis halbschattigen Standort. Bei Temperaturen ist er nicht sehr wählerisch und kann sowohl im warmen als auch im kühlen Klima gedeihen.
  • In Deutschland wird dieser Baum sehr häufig entlang von Alleen angepflanzt. Zudem dient er als Lärm-, Wind- oder Landschaftsschutz. Aber auch als Hangbefestigung oder als Nährgehölz für Bienenstämme wird der Spitzahorn in Deutschland häufig eingesetzt.
  • Allerdings sollte man diese Wildform nicht im Garten anpflanzen. Der Spitzahorn verbreitet sich schnell über seine Samen und treibt seine Wurzeln äußerst aggressiv. Hier ist es besser auf spezielle Kultur-Ahorns zurückzugreifen.