Sperlingspapagei: Zucht und Haltung

Der Sperlingspapagei ist ein beliebter Heimvögel, der nicht allein gehalten werden sollte und bei guter Pflege einfach nachzuzüchten ist.


Neben Wellensittichen und Nymphensittichen ist in der Gattung der Kleinpapageien häufig der Sperlingspapagei anzutreffen. Der aus einer Region von Mexiko bis in die Mitte von Südamerika stammende Vogel ist mittlerweile zu einem beliebten Haustier geworden. Die kleinen kurzschwänzigen Vögel erreichen eine Größe von zehn bis dreizehn Zentimetern. Lediglich der Gelbmasken-Sperlingspapagei wird mit vierzehn bis fünfzehn Zentimetern etwas größer. Überwiegend haben sie ein grün oder gelbgrünes Gefieder, nur die Männchen haben leuchtendblaue Gefiederpartien, oftmals im Nacken und an Teilen der Flügel.

Die Haltung stellt einige Ansprüche
Da es sich, wie bei allen Papageienarten, um einen Schwarmvogel handelt, sollten auch die Sperlingspapageien immer mindestens paarweise gehalten werden. Sie benötigen eine ausreichend große Voliere, die bei einem Paar mindestens einen Meter hoch, einen halben Meter breit und einen halben Meter tief sein muss. Bei einer größeren Gruppe muss der Käfig entsprechend größer ausfallen. Ein abwechslungsreicher Käfig mit Klettermöglichkeiten sollte den Vögeln ebenso zur Verfügung stehen, wie gesicherter Freiflug. Frische Zweige, besonders eignen sich Obstgehölze, nehmen die Tiere gerne zum Klettern und anknabbern. Handelsübliches Fertigfutter kann gefüttert werden, sollte aber ebenfalls abwechslungsreich gestaltet werden. Gekeimte Sonnenblumen und Hirsekolben sind absolute Leckerbissen für alle Vögel, die meist sehr schnell aufgefressen werden. Je nach Jahreszeit kann auch frisches Obst in Form von Äpfeln, Karotten und Gurken gefüttert werden. Manche Vögel reagieren zuerst skeptisch, gewöhnen sich aber meist schnell an das Frischfutter.

Die Nachzucht ist nicht allzu schwer
Das Gelege besteht in der Regel aus vier bis acht Eiern, die in einem Abstand von zwei Tagen gelegt werden. Ab dem zweiten Ei beginnt die Henne mit dem Brüten. Der Hahn unterstützt sie gelegentlich. Nur zur Nahrungsaufnahme und um sich zu entleeren verlässt die Henne für kurze Zeit den Nistkasten. Die Küken schlüpfen nach ungefähr 21 Tagen Brutzeit. Ihre Nestlingszeit, bevor sie ihren Nistkasten verlassen, beträgt circa weitere 30 Tage. Sie brauchen allerdings noch einige Wochen bis sie selbstständig werden. In dieser Zeit werden sie immer noch vom Hahn gefüttert, während sich die Henne in den meisten Fällen schon wieder der neuen Brut zuwendet. Da die Jungtiere relativ lange bei ihren Eltern bleiben ist ein entsprechend großer Nistkasten für den Sperlingspapagei unumgänglich, wenn die Zucht erfolgreich sein soll.