Persönlichkeitsmodell: Das Enneagramm mit 9 Seelentypen

Wer bin ich und wie komme ich mit anderen aus? Diese Fragen beantwortet das Enneagramm als Persönlichkeitsmodell.


Ein sehr beliebtes Persönlichkeitsmodell zur Bestimmung des eigenen Charakters ist das Enneagramm, das neun verschiedene Seelentypen beschreibt und ihre Beziehungen untereinander darstellt. Das Symbol mit den neun Spitzen mitsamt der Typologie soll schon seit mehreren Jahrhunderten existieren und auf die Sufis – islamische Mystiker – zurückgehen. Den Begriff gibt es aber erst seit dem 19. Jahrhundert, geprägt wurde er durch den griechisch-armenischen Esoteriker Gurdjeff.

Wie kann das Enneagramm mir helfen?
Das Enneagramm bietet die hervorragende Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen, aber auch die Chance, sein Gegenüber besser zu verstehen. Sind Sie in der Lage, die Seele Ihres Chefs, Freundin oder Bruders in ihren Einzelheiten zu kennen, können Sie sich besser auf den Anderen einlassen und Konflikte in der Zukunft zu vermeiden. Darüber hinaus zeigt das Enneagramm Möglichkeiten zum persönlichen Wachstum auf. Indem es den eigenen Charakter und wie er sich auf das Denken, Fühlen und Handeln auswirkt, erkennbar macht, bietet es die Gelegenheit persönliche Schwächen und Grenzen zu überwinden. Wichtig, um Nutzen aus dem Enneagramm ziehen zu können, ist die Annahme der Schwächen und Stärken. Viele Menschen verstecken ihre wahre Persönlichkeit hinter einer Maske, aus Angst nicht zu gefallen oder nicht akzeptiert zu werden.

Komplexe Beziehungen
Das Enneagramm ist sehr komplex, wie man bereits am Symbol selbst erkennen kann. Es gibt eine zentrale Achse, die den Haupttypus, die eigene Persönlichkeit, bildet. Darüber hinaus gibt es weitere Linien und Schnittpunkte zwischen den einzelnen Typen. Diese zeigen auf, wie sich die einzelnen Persönlichkeiten gegenseitig beeinflussen. So können sich zwei Typen gegenseitig positiv unterstützen, während der Kontakt mit einem anderen Typus sich negativ auswirken kann.