Mittelalter Frisuren - eine Anleitung

Klassisch und daher auch immer modern, sind Mittelalter Frisuren – damals wie heute wird damit langes Haar kunstvoll in Szene gesetzt


Mittelalter Frisuren wurden damals von der einfachen Magd im Dienst, damit die langen Haare nicht beim Arbeiten stört, ebenso getragen, wie vom holden Fräulein auf einem rauschenden Fest, sodass ihr Antlitz voll zur Geltung kam. Die Mähne ist jeden Morgen gebändigt, geflochten, gedreht und hochgesteckt worden, entweder eigenhändig oder von der Zofe.

 

 

 

 

 

Mittelalter Frisuren: die Klassiker

  • Früher trugen die einfachen Frauen meist Zöpfe oder Dutts, die Damen kunstvolle Hochsteckfrisuren, mit Haarnadeln aus Knochen oder Horn befestigt und oft mit Blumen oder Perlen geschmückt.

 

  • Mittelalter Frisuren werden heute hauptsächlich von modebewussten Frauen auf Bällen gezeigt, auf Köpfen von Modells kreiert und natürlich auch auf mittelalterlichen Festen präsentiert.

 

  • Beim „Bienenkorb“ wird ein Linksscheitel gezogen, dann werden vorne zwei dickere Strähnen abgeteilt, das restliche Haar nach hinten frisiert. Im nächsten Schritt wird der Hinterkopf kräftig antoupiert, und dem „Korb“ mit viel Haarspray Halt verliehen.

 

  • Danach werden die beiden Strähnen über den Ohren nach hinten genommen und unter dem toupierten Schopf zusammengeführt, dann beispielsweise mit einer Haarspange fixiert. Natürlich kann man auch bereits in die beiden Haarsträhnen Perlen oder andere Accessoires einarbeiten.

 

  • Beim „Doppeldutt“ nimmt man zwei mitteldicke Strähnen nach vorne, der Rest des Haares wird noch einmal in zwei Teile geteilt. Danach dreht man die beiden hinteren Teile einzeln so lange, bis sie sich von alleine am Hinterkopf mit Haarklammern zu zwei Dutts stecken lassen.

 

  • Dann werden die beiden Strähnen zu Zöpfen geflochten, über die Ohren nach hinten gebracht, um die Dutts gerollt und ebenfalls mit Klammern fixiert. Früher hat man über diese Mittelalter Frisur auch noch ein Haarnetz gespannt, damit sie besser hält.

 

 

Mittelalter Frisuren: legere Variationen

  • Wenn nur ein Teil der Haarpracht geflochten oder hochgesteckt war, galt das damals als etwas billig. Meist trugen nur einfache Frauen ihr Haar in der Öffentlichkeit auf diese Weise, und das auch nur dann, wenn sie privat unterwegs waren.

 

  • Da wurden zum Beispiel nur die vordersten Strähnen geflochten und diese dann nach hinten gebunden. Oder man hat bei den Mittelalter Frisuren nur das Deckhaar zum Dutt gedreht und festgesteckt, während der Rest der Haare lose nach unten hing.