Mischventil: Prinzip und Arten

Mischventile werden vor allem zur Regelung des Heizkreislaufs im Hause verwendet und sollen eine möglichst rationelle Verwendung der Wärme ermöglichen.


Mischventile dienen dazu, verschiedene Flüssigkeiten zusammen zu bringen. Am bekanntesten sind im Haushalt die Systeme, die kaltes und warmes Wasser aus einer Zwei-Hähne-Batterie entweder in der Originalwärme oder gemischt ausströmen lassen. Die Technik hat in den letzten Jahren für Hausheizungen eine Vielzahl von Anwendungen von Heizungsventilen entwickelt. Dabei geht es vor allem darum, die Heizenergie kosten- und energiesparend zu nutzen. Moderne Heizungsanlagen werden elektronisch gesteuert. Dabei wird eine Heizkurve eingegraben, die von der Außen- und Innentemperatur abhängig ist. Das Ventil soll die Wärme des Vorlaufs in der richtigen Höhe halten. Es ermöglicht auch, mehrere Heizsysteme gleichzeitig zu betreiben.

Neuere Anlagen werden elektronisch betrieben
In älteren Anlagen wird das Mischventil von Hand, in neueren Anlagen dagegen elektronisch und mit einem Stellmotor gesteuert. Dabei lässt dann das Mischventil entsprechend dem Wärmebedarf aus dem Rücklauf die benötigte Menge kühleres Wasser in den Vorlauf strömen. Der Rücklauf darf aber auch nicht zu kalt werden, weil sonst der Heizkessel insbesondere durch Korrosion geschädigt wird. Moderne Anlagen entnehmen über das Mischventil dem Vorlauf wärmeres Wasser und führen es dem Kesselrücklauf zu. Die Mischventile werden thermostatisch geregelt – das ist besonders energiesparend.

Solche Ventile gibt es für Drei- und Vierwegesysteme
Mischventile werden für Drei – und Vierwege-Systeme ausgelegt. Am gebräuchlichsten ist das für drei Wege, wobei die gewünschte Ausgangstemperatur dadurch erreicht wird, dass das Gerät verschiedene Wärmeströme zusammenmischt. Der Vierwegemischer wird sowohl mit dem Kessel- wie mit Heizkreis verbunden. So wird dem Heizkreis aus dem Rücklauf kühleres, dem Kesselkreis wärmeres Rücklaufwasser zugemischt. Das ermöglicht die optimale Nutzung des Heizkessels. Eine Bauform, die am Auslaufen ist, weil heute immer mehr Niedrigtemperaturkessel mit verfeinerter Technik eingebaut werden

Grundvoraussetzung moderner Heizungstechnik
Derartige Mischventile sind aus der modernen Heizungstechnik nicht wegzudenken. Sie ermöglichen es, die Heizenergie so effektiv wie möglich zu nutzen. Allerdings verteuern sie solche Heizungsanlagen auch – es war eben ein weiter Weg von Großmamas Kachelofen zur modernen Niedrigenergie-Heizung. Und sie machen die Heizung völlig von der Stromversorgung abhängig. Fällt die aus, wird das Haus schlagartig kalt. Naturkatastrophen dürfen nicht auftreten. Und die ganze Anlage funktioniert nur, wenn der Wasserstand konstant gehalten wird. Aber ohnehin sollte ja die Heizungsanlage ständig überwacht werden.