Mietwagen mit Vollkasko

Wer einen Wagen mietet, steht vor der Frage ob man eine Vollkaskoversicherung abschließen möchte – was dahinter steckt erfahren Sie hier


Autovermieter – gleich ob Niederlassungen internationaler Ketten oder örtliche Kleinunternehmer – haben höchst unterschiedliche und schwer überschaubare Konditionen. Das gilt nicht nur für Tages- und Kilometersätze und / oder die Frage, wie viel Kilometer durch den Tagessatz abgegolten sind. Sondern ganz besonders für das Kleingeduckte. Hier stecken für den Kunden gefährliche Fallen.

Mietwagen mit Vollkasko sind fast überall die große Ausnahme

  • Dem Kunden wird im Normalfall der Mietwagen mit Vollkasko gerade nicht angeboten. Auch bei den Niederlassungen großer internationaler Ketten empfiehlt es sich dringend, die Preistabellen bezüglich des Kleingedruckten intensiv zu studieren. Im Normalfall sind die Mietwagen mit einem hohen Selbstbehalt versichert. Wenn also der Mietwagen während der Mietdauer irgendwie beschädigt wird, muss der Kunde im Normalfall die Kosten tragen. Denn die liegen beim üblichen Selbstbehalt von 1.000 Euro meistens unter dieser Grenze.
  • Abwenden kann der Kunde solches Ungemach nur, in dem er einen Selbstbehalt ausschließt und zu einem Tarif abschließt, der die Vollkasko-Versicherung einschließt. Das ist natürlich wesentlich teurer. Besonders im Ausland aber ist jeder Selbstbehalt äußerst bedenklich. Denn Brauch und Rechtsprechung sind dort bei der Regulierung von Unfallschäden häufig ganz anders als der deutsche Autofahrer dies von daheim gewohnt ist. Insbesondere wer häufiger in Ausland reist und dort einen Mietwagen benötigt, sollte sich zur Frage Mietwagen mit Vollkasko von seinem Automobilclub gründlich beraten lassen. Sonst könnte es unerfreuliche Überraschungen geben.

Bei kleineren Billiganbietern trägt der Kunde das Schadensrisiko vollständig

  • Auf dem Markt sind zahlreiche Billiganbieter, die ihre Fahrzeuge zu scheinbar unschlagbaren Konditionen anbieten. Mietwagen mit Vollkasko? Ein Blick in das Kleingedruckte lässt erschrecken: Der Kunde soll alle Risiken für das Fahrzeug übernehmen.
  • Es gibt weder eine Teil- noch eine Vollkasko-Versicherung. Und die lässt sich auch nicht gegen Aufgeld abschließen. Kein Wunder, dass Existenzgründer, die in kleineren Städten Niederlassungen solcher Billigstanbieter gründen wollten, unter solchen Umständen fast überall gescheitert sind.

Mietwagen mit Vollkasko eigentlich immer zu empfehlen

  • Besonders Fahranfänger oder solche Autofahrer, die nur gelegentlich fahren, ist es immer zu empfehlen, einen solchen Miettarif zu wählen, der eine Selbstbeteiligung im Schadensfall ausschließt. Hier auf den Euro und Cent zu achten, kann anderenfalls doch sehr teuer werden.