Low Carb-Diät - Die Diät ohne Kohlenhydrate

Bei der Low Carb-Diät wird fast vollständig auf Kohlenhydrate verzichtet. Nudeln, Kartoffeln, Brot oder Reis sind nicht erlaubt. Stattdessen stehen viel Obst, Gemüse und Milchprodukte auf dem Speiseplan.


Die Low Carb-Diät ist eine Diätform aus Amerika, bei der man auf Kohlenhydrate fast vollständig verzichtet und stattdessen Fette und eiweißhaltige Nahrungsmittel zu sich nimmt. Der theoretische Ansatz bei der Low Carb-Diät ist, dass nicht Fett, sondern zu viele Kohlenhydrate dick machen. Sie lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen, woraufhin Insulin ausgeschüttet wird, um diesen wieder zu senken.

Schluss mit Brot, Kartoffeln und Reis

  • Dieser Vorgang führt zum Hungergefühl und zu einer unnötigen Nahrungsaufnahme. Um dies zu verhindern, sind alle Nahrungsmittel, die viel Stärke enthalten – also Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis – tabu.
  • Um den Heißhunger zu umgehen, werden alle Kohlenhydrat-Speisen aus dem Ernährungsplan verbannt und durch Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukte ersetzt. Der Vorteil dabei ist, dass fett- und einweißhaltige Speisen meist besser schmecken, schnell sättigen und bei der Verbrennung mehr Energie benötigen. 

Viel trinken und Ballaststoffe zu sich nehmen

  • Während der Diät sollte man viel und regelmäßig trinken. Hierzu eignen sich Mineralwasser, Brottrunk und Matetee besonders. Ein guter Vitaminlieferant ist neben Obst auch der 10-Vitamine-Früchtetee. Nahrungsergänzungspräparate, die Vitamine und Mineralstoffe liefern, werden ebenfalls empfohlen. 
  • Bei der Low Carb-Diät sollte man bedenken, dass der Verlust von Kohlenhydraten auch ein Verlust von wichtigen Ballaststoffen bedeutet. Ballaststoffe sind jedoch wichtig für die Verdauung, sodass eine Unterversorgung eine schlechtere Verdauung zur Folge hat.
  • Es ist anzuraten, dass die zubereiteten Speisen mit zusätzlichen Ballaststoffen angereichert werden. Flohsamen und Haferkleie aus dem Reformhaus sind dafür wunderbar geeignet.

Low Carb-Diät: einseitig und unausgewogen

  • Wie fast jede Diät, ist auch diese Diät im Grunde eine Fehlernährung. Die Nahrungsaufnahme ist hierbei einseitig und unausgewogen. Zudem ist eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensweise, wie sie zum dauerhaften Abnehmen nötig ist, nicht gewährleistet. Ein erhöhter Eiweiß-Konsum kann zum Beispiel zu Nierenschäden führen, und eine vermehrte Fettaufnahme zur Erhöhung des Cholesterinspiegels.
  • Eine häufige, unangenehme Nebenerscheinung der Low Carb-Diät ist starker Mundgeruch. Der Fettabbau geht mit der Produktion von Ketokörpern in der Leber einher. Wenn die Konzentration der Ketokörper im Blut sehr hoch ist, nennt der Mediziner diesen Zustand Ketose. Dies äußert sich mit starkem Mundgeruch, dem sogenannten Hungeratem.