Leben im Wald –Tipps vom Überlebenskünstler

Die grundsätzlichen Schwierigkeiten für ein Leben im Wald sind das Finden von Wasser, Nahrung und einem sicheren Schlafplatz


Kommen wir zuerst zum Wichtigsten: Nahrung und Flüssigkeit. Da beides so wichtig für das Leben im Wald ist, sollte sicherheitshalber jeweils eine Tagesration mitgeführt werden. Bei Wasser gilt grundsätzlich: Je klarer das Wasser ist, desto eher wird der Körper es problemlos aufnehmen können. Fließende Gewässer eignen sich aufgrund ihrer Selbstreinigungskräfte daher besonders gut. Bei stehenden Gewässern wird es schon schwieriger. Letztendlich hilft oft nur die Geruchs- und Geschmacksprobe bei der Entscheidung. Dabei sollte nicht der Maßstab angelegt werden, den man vom heimischen Leitungswasser gewohnt ist – die menschliche Verdauung ist in Zweifelsfall belastbarer als manch einer vielleicht denkt. Abenteurer mit einem empfindlichen Magen sollten spezielle Wasserreiniger (meist in Pulverform) für das Leben im Wald dabei haben.

 

Nahrungssuche im Wald

  • Essbar ist im Wald letztendlich fast alles – Gräser, „Unkraut“ und sogar die Rinde mancher Baumarten. Richtige Leckerbissen hingegen findet man unter den Pilzen und Beeren. Doch gerade bei Pilzen ist Vorsicht angesagt, da einige Sorten hochgiftig sind. Ein entsprechender Ratgeber im Gepäck ist also Pflicht.

 

  • Für den selbstgemachten Waldsalat empfehlen sich Löwenzahn und Brennnesseln. Wahre Sattmacher sind Haselnüsse und Bucheckern – aufgrund des hohen Eiweißgehaltes auch Insekten, vor allem Käfer.

 

  • Wer darauf verzichten kann, hat eine Notration Mehl, Salz und Hefe mit. Mit einem Stock überm Feuer oder auf Steinplatten direkt in der Glut lässt sich so immer frisches Brot backen. Eine Nahrungsversorgung, die ausschließlich aus dem Wald stammt, erfordert viel Erfahrung und macht zu Beginn die größten Probleme.

 

Nachtlager

  • Essen und Trinken sind für das Leben im Wald unabdingbar – der erschöpfte Überlebenskünstler will aber auch die verdiente Nachtruhe finden. Je nach Wetterlage sollte auf Regenschutz geachtet werden. Hierbei bieten sich dicht belaubte Bäume oder Felsvorsprünge an.

 

  • Die Umgebung eines eventuellen Schlafplatzes sollte vorher gründlich nach Spuren größerer Tiere abgesucht werden. Wildschweine oder Füchse sind zwar normalerweise nicht gefährlich – man will aber bestimmt auch nicht von ihnen geweckt werden. Wird Proviant mitgeführt, sollte dieser luftdicht verpackt und in einiger Entfernung vom eigentlichen Schlafplatz verstaut werden, um gewisse Nachtbekanntschaften nicht unnötig zu provozieren.

 

  • Wirklich gefährlich beim Leben im Wald ist in unseren Breitengeraden nur die Zecke. Daher den eigenen Körper regelmäßig auf solche unerwünschten Begleiter untersuchen.