Kostenlose Musikbearbeitungsprogramme für den Mac im Test

Für Musikbearbeitungsprogramme muss man nicht unbedingt Geld investieren, da die kostenlosen Mitstreiter in vielen Fällen den kostenpflichtigen ebenbürtig sind.


Wenn es um kostenlose Musikbearbeitungsprogramme geht, kommt man an Audacity nicht vorbei. Audacity ist Lizensiert unter der GNU General Public License (GPL) und es läuft auf Mac OS X, Windows und GNU/Linux. Audacity ist einfach zu installieren und einfach im Gebrauch.

Die Basisfunktionen sind übersichtlich und verständlich
Musikbearbeitungsprogramme auf Open-Source-Basis haben den Vorteil, dass meist internationale Entwicklerteams ständig an Verbesserungen der Software arbeiten. Beim Audio-Editor Audacity werden die Aufnahmen über den Line-In gespeist. Es ist weiters möglich, Multitrack Aufnahmen zu erzeugen und zu mischen. Die Werte werden vor, während und nach einer Aufnahme in der Aussteuerungsanzeige dargestellt. Um Audacity optimal zu nutzen, benötigt man freilich etwas Erfahrung im Umgang mit Audio-Editoren, jedoch ist es auch für Einsteiger durchaus möglich vernünftige Ergebnisse zu erzielen.

Audio-Formate und die In- und Exportfunkionen
Auch kostenlose Musikbearbeitungsprogramme können WAV-, AIFF-, AU- und Ogg-Dateien verarbeiten. Einziges Problem etwa bei Audacity ist die Wahl der Parameter, wenn man Audio-Rohdaten importieren möchte und nicht genau weiß, ob man beispielsweise eine 16-Bit oder 8-Bit Aufnahme hat, ob Mono- oder Stereo-Format und der Gleichen mehr. Da wird man ums Probieren nicht herum kommen. MP3-Formate können mit zusätzlicher Software im- oder exportiert werden. WAV- oder AIFF-Dateien sind Standard. Jedoch unterstützt Audacity keine geschützten Dateiformate wie AAC oder WMA.

Wie Musikbearbeitungsprogramme zu bedienen sind
Audacity ist eines der Musikbearbeitungsprogramme mit dem Schneiden, Kopieren, Einfügen und Löschen auch für Anfänger keine Hexerei ist. Lautstärkeänderungen sind mit dem Envelope Tool denkbar einfach. Unlimitiertes Rückgängigmachen und Wiederherstellen lässt Platz fürs Herumexperimentieren. Ebenso ist das Bearbeiten und Zusammenmischen einer unbegrenzten Anzahl von Audio-Dateien vorgesehen. Das Ändern der Tonhöhe ohne Tempoänderungen oder umgekehrt ist mittlerweile Standard. Störende Hintergrundgeräusche (Knacksen, Pfeifen oder Ähnliches) können separat gelöscht werden. Equalizer, FFT-Filter oder Bass-Boost, Lautstärkeanpassung mit Kompressor, Amplify und Normalisierungseffekte sowie Echo, Phaser, Wahwah und Reverse sind ebenfalls im Gepäck. Einschränkend muss jedoch erwähnt werden, dass Musikbearbeitungsprogramme wie Audacity die meisten Effekte nicht in Echtzeit bearbeiten können. Bei Einsteigern könnte sich das schon mal zu einem Blindflug entwickeln.