Hybridfahrzeug - der erste Schritt zum grünen Fahren

Bei einem Hybridfahrzeug werden zwei unterschiedliche Antriebssysteme miteinander verbunden.


Schon seit vielen Jahren gibt es Diskussionen um Kohlenstoffdioxid- Emissionen auch durch den Fahrzeug-Verkehr. Die Benzinpreise stiegen in den letzten Jahren stetig an, und seit einiger Zeit wird in den Medien von allen Seiten eine Klimakatastrophe prophezeit, wenn nicht in kürzester Zeit eine gravierende Verringerung des Schadstoffaustsoßes vorgenommen wird. Dies sind auch für die Automobilindustrie Anreize sich um neue Technologien zu bemühen, um das Autofahren umweltfreundlicher und langfristig auch wieder günstiger zu machen. Der Hybridmotorantrieb gehört unter anderem zu diesen „grünen“ Technologien gerade im Sektor des Individualverkehrs.

Was ist ein Hybridantrieb?
Die Bezeichnung „Hybrid“ deutet schon daraufhin, wie das alternative Antriebssystem aussieht. Ein Hybridfahrzeug besteht nämlich aus mindestens zwei Energiewandlern beziehungsweise -speichern, anstatt nur aus einem gewöhnlichen Benzin- oder Dieselmotor. Der Begriff „Hybrid“ alleine lässt prinzipiell noch offen, welche Antriebssysteme kombiniert werden und es existieren auch unterschiedliche entwickelte Möglichkeiten auf dem Markt. Die gängigste Kombination ist der Antrieb mit einer Verbrennungskraftmaschine, beispielsweise einem Dieselmotor, zusammen mit einem energiespeichernden Elektromotor. Der Antrieb des Fahrzeuges besteht also aus zwei unterschiedlichen Antriebsarten, die zusammenwirken.

Eine alte Idee mit Zukunft
Die Idee die Vorteile eines benzinbetriebenen Motors mit dem eines Elektroantriebes ist schon älter als so mancher glaubt. Bereits zur Jahrhundertwende, im 20. Jahrhundert, meldete Ferdinand Porsche ein Patent auf sein „Mixte“-Hybridfahrzeug an. Es handelte sich um ein Auto, das einen benzinmotorbetriebenen Generator besaß, der die Akkus des Elektromotors auflud. Seit den siebziger Jahren folgten eine Menge Prototypen, die von den verschiedenen Automobilherstellern entwickelt wurden. Jedoch begann erst Mitte der neunziger Jahre eine Entwicklung im Hybridantrieb-Sektor, die es zuließ, dass ein erster Versuch durchgeführt wurde, ein Fahrzeug mit Hybridantrieb gewerblich anzubieten. Doch noch war dieses Fahrzeug viel zu teuer und ein Ladenhüter. Erst Ende der Neunziger war endlich ein Modell auf dem Markt, dass finanziell erschwinglich war. Mittlerweile haben viele namhafte Fahrzeughersteller Hybridfahrzeuge in Serie anzubieten, die finanziell durchaus erschwinglich sind.

Hybridfahrzeug: Die Vorteile
Ein Elektrohybridfahrzeug kombiniert die Vorteile eines Verbrennungsmotors mit der Energieeffizienz eines Elektromotors. So sind Verbrennungsmotoren, die mit Benzin oder Diesel angetrieben werden, so konstruiert, dass auch bei einer hohen Belastung, wie Beschleunigen und Anfahren am Berg, genügend Energie und Leistung vorhanden ist. Das bedeutet den Nachteil, dass gleichzeitig bei einer geringen Belastung, wie dem Fahren auf einer ebenen Fläche, viel Energie ungenutzt verloren geht. Elektromotoren haben ebenfalls den Vorteil, gut und zügig zu beschleunigen. Darüber hinaus wird freigewordene Energie beim Abbremsen und im Schiebebetrieb, also wenn kein Gas gegeben wird, im Generator gespeichert, statt verloren zu gehen, wie es bei Verbrennungsmotoren der Fall ist. Der Nachteil wiederum ist, dass Elektromotoren eine viel geringere Reichweite als Verbrennungsmotoren haben. Doch als Kombination gleichen Verbrennungs- und Elektromotor gegenseitig die Nachteile durch die eigenen Vorteile aus und machen ein wesentlich energiesparenderes Autofahren möglich.