Heckbagger: ideal für Land- und Forstwirtschaft

Bei der Arbeit bilden Bagger und Traktor eine Einheit. Der Heckbagger hebt sich selbst nicht aus, wie es bei vergleichbaren Baggern der Fall ist, die lediglich an die Dreipunktaufhängung montiert werden.


Der Bagger hat an der Front eine Ladeschaufel, mit dieser können verschiedene Aufgaben übernommen werden. Von der Fahrerkabine aus, können alle Einzelgeräte, welche sich an dem Heckbagger befinden, gesteuert werden. Ein Heckbagger wird durch seine Wendigkeit eher auf kleinen Baustellen angetroffen und wird von einem Dieselmotor betrieben. Die Verbreitung der Bagger ist in Großbritannien und in den USA noch höher als in Deutschland. Zu einem Heckbagger wird oftmals auch Baggerlader gesagt. Der Bagger wird überwiegend in dem Bereich des Erdbaus eingesetzt und ist dabei ein Mehrzweckgerät. Durch die Vielseitigkeit dieses Baggers ist es nicht mehr nötig, einen Hydraulikbagger oder einen Radlader zu kaufen.

Die Vorschriften
Natürlich gelten für einen Heckbagger gesetzliche Unfallverhütungsvorschriften für Erdbaumaschinen. Hier wird vorgeschrieben, dass der Bagger mit einer Falling Object Protective Structure, mit einer FOPS-Schutzeinrichtung, einer Roll Over Protective Structure und einer ROPS-Schutzeinrichtung ausgerüstet ist. Die FOPS-Schutzeinrichtung kommt jedoch nur bei Maschinen vor, deren Einsatzgebiet beim Gebäudeabbruch oder in einem Steinbruch ist. Der Fahrer muss einen gültigen Führerschein vorweisen können, nachdem der Heckbagger oftmals über öffentliche Straßen zu der nächsten Baustelle bewegt werden muss.

Ursprung und Entwicklung
Der Bagger kommt bei Kanal- und Rohrleitungsbauarbeiten, leichten Erdbautätigkeiten und bei Hebeeinsätzen zum Einsatz. Wenn man sich nach seinem Einsatzgebiet richtet, wird sofort der Ursprung des Baggers klar: die Landwirtschaft. Aus einem Traktor-Grundgerät bestanden die ersten Heckbagger mit einer Ladeschaufel, woran die einfache Baggereinheit angebaut wurde. Die ersten Modelle hatten vorne kleinere Räder, am Heck größere Räder und hatten keine komfortable Fahrerkabine und keine hydraulische Abstützung. Der Komfort und die Leistungsfähigkeit wurden erst mit der Entwicklung von stärkeren Dieselmotoren und geeigneten Antriebssystemen verbessert.
In der heutigen Zeit besteht ein Heckbagger aus fünf Komponenten, wie beispielweise das Anbaugerät vorne, das Grundgerät mit Radlaufwerk, dem Ausleger mit Anbaugerät und der Ladeschaufel. Der Bagger hat eine Fahrerkabine und besteht noch aus der hydraulischen Abstützung.

Die Steuerung
In der Regel verfügen die Bagger über ein Verschiebegestellt. Durch dieses sind sie in der Lage, die Position des Arms seitlich zu verstellen. Der Arm lässt sich über die ganze Breite immer optimal an die jeweiligen Anforderungen einstellen. Auch ein effektives und dichtes Arbeiten parallel zu Gräben, Zäunen und Mauern ist möglich. Durch die Stützfüße kann die Maschine auch auf unebenem Gelände abgestützt werden.