Haus verkaufen trotz Wasserschäden - Tipps für Hausbesitzer

Auch bei Hochwasserschäden lässt sich ein Haus verkaufen, wenn Sie einiges beachten. In erster Linie kommt es auf eine gute Vorbereitung an, um Ihr Objekt angemessen zu präsentieren. So führen die Verkaufsverhandlungen sicher bald zum Erfolg.


Wenn Sie Ihr Haus verkaufen wollen, auch wenn es beispielsweise in einem Überschwemmungsgebiet liegt und aktuell Schäden aufweist, ist einiges zu bedenken. Sie könnten die Aufgabe einem Immobilienmakler übertragen, der Ihnen viel Arbeit abnimmt. Doch dies belastet den Käufer zusätzlich mit der Maklercourtage, was sich indirekt auf den Kaufpreis auswirkt. Vermarkten Sie Ihr Haus doch selbst und orientieren Sie sich an den folgenden drei Schritten:

Haus verkaufen - So bereiten Sie sich vor

  • Um einen Kaufpreis nennen zu können, analysieren Sie den regionalen Markt, indem Sie angebotene Vergleichsobjekte heranziehen. Der Verkaufspreis sollte eher moderat sein. Sind Sie unsicher bei der Preiswahl, empfiehlt es sich, ein Wertgutachten zu beauftragen. Sachverständige finden Sie bei den Industrie- und Handelskammern, beispielsweise unter www.ihk-berlin.de. 
  • Bringen Sie Ihr Objekt zunächst auf Hochglanz. Lassen Sie wichtige Reparaturen ausführen und die Fassade auffrischen. Räumen Sie am besten auch den Garten auf. Auch wenn am Haus noch Arbeit zu tun wäre, sollte dies nicht auf den ersten Blick ins Auge fallen. 
  • Stellen Sie Unterlagen zusammen wie zum Beispiel Grundbuchauszug, Flurkarte - gegebenenfalls mit Hinweisen auf ein Überschwemmungsgebiet, Bauzeichnungen und Berechnungen. Denken Sie auch an ein Schadensgutachten mit einer Kostenschätzung und Belege über die letzten Investitionen.

Machen Sie auf Ihr Haus aufmerksam

  • Wecken Sie das Interesse an dem Hausverkauf durch überzeugende Werbeanzeigen. Hierfür bieten sich Ihre regionale Tageszeitung sowie verschiedene Internetportale an, die allerdings nicht immer kostenlos sind. Schalten Sie kostengünstige Kombianzeigen im Internet, um gleichzeitig in mehreren Portalen zu erscheinen. Bringen Sie natürlich auch vor Ort ein Verkaufsschild an Ihrem Haus an. 
  • Für ein ansprechendes Exposé lassen Sie gute Fotos der Außen- und Innenansichten, des Gartens und einiger Besonderheiten herstellen. Den besten Überblick über die Raumaufteilungen geben professionelle Grundrisspläne. Beauftragen Sie einen Architekten oder nutzen Sie eines der preisgünstigen Online-Angebote. 
  • Entscheidend ist außerdem der Titel des Exposés: In aller Kürze sollte das Wesentliche gesagt sein. Im Text folgt die Beschreibung des Objekts und seiner Lage. Betonen Sie das Herausragende Ihrer Immobilie, verschweigen Sie aber nicht die Mängel. Liegt es in einem Überschwemmungsgebiet, sollte das erwähnt werden. 

Bieten Sie eine vertrauensvolle Besichtigung an

  • Bevor Interessenten Ihr Haus kaufen, müssen Sie diese natürlich auch zu sich einladen. Vereinbaren Sie für die Besichtigung einen Termin, der für Sie günstig ist. Schaffen Sie in ihrem Haus dazu eine angenehme Atmosphäre, beispielsweise durch gute Beleuchtung, einen Blumenstrauß und Kaffeeduft. 
  • Halten Sie die Unterlagen bereit und seien Sie auf Fragen gut vorbereitet. Nachdem Sie sich über den Kaufpreis einig geworden sind, steht es dem Käufer zu, einen Notar vorschlagen, der abschließend die Rechtmäßigkeit des Hausverkaufs besiegelt. Damit ist Ihr Teil der Arbeit getan und einem Umzug steht nichts mehr im Wege.