Grundbucheintrag ändern: So wird es gemacht!

Wenn es zum Beispiel bei einer Erbschaft zu Streitigkeiten kommt, geht es oft um materielle Fragen. Diese betreffen in vielen Fällen Besitzansprüche rund um Immobilien und Grundstücke. Um den Grundbucheintrag ändern zu lassen, gilt es daher einige grundlegende Aspekte zu beachten.


In Deutschland sind Grundstücke im Grundbuch der zugehörigen Stadt oder Gemeinde eingetragen. Die Verwaltung dieser Grundstücke erfolgt durch das Grundbuchamt, welches für nötige Änderungen zuständig ist. In diesem Grundbuchblatt sind die Grundstücksgröße, die Grundschuld und die Anschrift des Eigentümers vermerkt. Bevor Sie jedoch zum betreffenden Amt eilen und ihren Grundbucheintrag ändern lassen, treffen Sie folgende Vorüberlegungen.

Grundbucheintrag ändern: Ein Fall für den Notar?

  • Änderungen im Grundbuch können mithilfe eines Notars vorgenommen werden. Im Falle einer Erbschaft des betreffenden Grundstücks muss dem Grundbuchamt lediglich ein Erbschein vorgelegt werden, der Sie als Erbenden identifiziert. Nach der Vorlage dieses Dokuments können Sie innerhalb kürzester Zeit, meist schon nach wenigen Tagen, mit einer Änderung des Grundbucheintrags rechnen.
  • Wer eine Änderung des Grundbucheintrags auch ohne Anwalt oder Notar vornehmen will, kann dies ebenfalls tun. Der Vorteil liegt hier zumindest in der Einsparung anfallender Anwalts- oder Notarkosten. Sie können dann den Grundbucheintrag ändern, indem Sie einen schriftlichen Antrag beim entsprechenden Amt stellen und sich das nötige Know-how zu rechtlichen Fragen selbst aneignen.

Der Eigentümerwechsel

  • Beim Eigentümerwechsel wir ein Überlassungs- oder Kaufvertrag abgeschlossen. Dies bedeutet gleichzeitig einen Wechsel des Eigentümers der betreffenden Immobilie.
  • Dieser Vertrag muss zuvor jedoch notariell beglaubigt werden. Nötig ist dies, da der Notar Sie über jede einzelne Konsequenz einer Änderung im Grundbuch aufklären muss.

Grunddienstbarkeit und Grundschuld

  • Die sogenannte Grunddienstbarkeit kann in vielerlei Formen in Erscheinung treten. Sie führt beispielsweise im Falle eines Überwegungsrechts, einer gemeinsamen Nutzung einer Kläranlage oder Ähnlichem ebenfalls zu einer Änderung im Grundbuch.
  • In diesen Fällen muss ein notarieller Vertrag aufgesetzt werden. Bei der Eintragung der Grundschuld auf die jeweilige Immobilie müssen Sie in jedem Fall einen Notar hinzuziehen.

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