Eigentumswohnung kaufen ohne Stolpersteine

Kaufen statt mieten, so lautet seit einigen Jahren das Motto. Kein Wunder, denn die Zinsen sind niedrig, sodass Kredite leicht abbezahlt werden können. Wer eine Eigentumswohnung kaufen möchte, sollte sich einen Überblick über den Markt verschaffen.


Vor dem Kauf einer Immobilie sollte erst einmal überlegt werden, wo diese angeschafft werden soll, denn ein guter Standort zahlt sich aus. Während in den meisten Stadtzentren mit konstanten Wertsteigerungen zu rechnen ist, kämpfen viele Randlagen mit einem Preisverfall. Des Weiteren sollte überlegt werden, ob eine neue Eigentumswohnung, die sofort bewohnbar ist, oder eine alte Wohnung, die noch saniert werden muss, gekauft werden soll. Wer eine Eigentumswohnung kaufen möchte, sollte überlegen, ob man das Objekt als Eigenheim nutzen oder vermieten möchte.

Nebenkosten in die Kalkulation miteinbeziehen

  • Beim Wohnungskauf fallen nicht nur die Gebühren für die Wohnung selbst an, sondern auch Nebenkosten in Höhe von etwa zehn bis 15 Prozent des Kaufpreises. Dazu gehören Maklergebühren, Grundsteuer, Kosten für die Vertragserrichtung und Förderungsdarlehen.
  • Um ein optimales und steuerschonendes Ergebnis zu erzielen, sollte ein Steuerberater aufgesucht werden. Mittels Abschreibungen und Verlustrechnungen kann beim Wohnungskauf einiges an Geld gespart werden.
  • Beim Kauf der Eigentumswohnung sollte unbedingt ein Blick auf die Instandhaltungsrücklage geworfen werden. Das sind die Ersparnisse aller Eigentümer für anfallende Reparaturen. Ist die Rücklage kaum gedeckt und eine wichtige Reparatur steht an, kann es sein, dass die Betriebskosten steigen werden.

Eigentumswohnung kaufen: Häufige Stolpersteine

  • Beim Kauf einer neu gebauten Wohnung sollte die Baubeschreibung genauestens durchgelesen werden. Diese beinhaltet alle Leistungen, die der Bauträger dem Käufer schuldet.
  • Was dort nicht schriftlich festgehalten wird, wird vom Bauträger nicht geleistet. Deswegen gilt auch hier: Änderungen unbedingt schriftlich festhalten.
  • Auch der Wohnungseigentumsplan, der regelt, für welche Instandhaltungskosten welche Hauspartei zuständig ist, sollte eingehend studiert werden. Gleichzeitig sollten die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen durchgesehen werden, damit man weiß, ob künftig Umbauungs- oder Sanierungsmaßnahmen geplant sind. Diese Protokolle werden meistens von der Hausverwaltung aufbewahrt und können von allen Eigentümern eingesehen werden.
  • Schließlich sollte kritisch hinterfragt werden, ob man der finanziellen Belastung wirklich gewachsen ist. Hierzu empfiehlt es sich, vor dem Kauf ein Haushaltsbuch anzulegen und über einen Zeitraum von zwei bis vier Monaten zu überprüfen, ob der Aufwand für die Rückzahlung des Kredites und die Betriebskosten für die Wohnung gedeckt sind.
  • Optimalerweise sollten 20 Prozent an Eigenmitteln zur Verfügung stehen, um in keinen finanziellen Engpass zu geraten. Nun sollte es problemlos möglich sein, die Eigentumswohnung zu kaufen!