Die Umweltschutzplakette für deutsche Umweltzonen

Seit 2007 dürfen deutsche Gemeinde und Städte Umweltzonen bestimmen, die nur mit einer entsprechenden Umweltschutzplakette befahren werden dürfen.


Die Umweltschutzplakette, auch Feinstaubplakette genannt, ist eine recht neue Maßnahme zur Verminderung der Feinstaubbelastung in Städten, die durch den Verkehr von Kraftfahrzeugen entsteht. Seit dem 01. März 2007 haben deutsche Städte und Kommunen die Möglichkeit Umweltzonen zu bestimmen und entsprechend auszuzeichenen und diese mit einem Fahrverbot für Kraftfahrzeuge zu belegen. Zu Beginn des Jahres 2008 wurden schließlich die ersten wenigen deutsche Umweltzonen in Hannover, Köln und Berlin errichtet. Schon wenig später folgten weitere Städte dem Beispiel.

Die Feinstaubverordnung
Die Idee einer Umweltzone, die nur entsprechende gekennzeichnete Fahrzeuge befahren dürfen, entstand im Zuge der Feinstaubverordnung vom 01. März 2007. Die Verordnung hat das Ziel die europäischen Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid in der Luft einzuhalten. Diese verschmutzen in hohem Maße gerade in verkehrsreichen Innenstädten die Luft in Form von Auto-Abgasen und werden als eine starke gesundheitliche Gefährdung für die Bevölkerung angesehen. Um diese Belastung zu reduzieren, können betroffene Städte und Kommunen eigenständig sogenannte Umweltzonen bestimmen, die bis auf Ausnahmen, nicht ohne entsprechende Kennzeichnung des Fahrzeuges befahren werden dürfen. Ausnahmen davon sind unter anderem Fahrzeuge, die besonders behinderte Menschen transportieren oder solche mit Sonderrechten, wie Polizei, Feuerwehr und Krankentranssport.

Umweltzonen-Ausnahmen und Plaketten
Abgesehen von den Ausnahmen für Fahrzeuge mit grundsätzlichen Sonderrechten, können auch andere Fahrzeuge eine Ausnahmeerlaubnis erhalten. Diese Möglichkeit besteht, wenn die ausgezeichnete Umweltzone durch ein Zusatzschild gekennzeichnet ist, worauf angegeben ist, welche Schadstoffgruppe ein Fahrzeug haben muss, um die Zone zu befahren. Die Gruppen sind in drei Schadstoffgruppen geteilt, nämlich Rot, Gelb und Grün. Nur wer die entsprechende, für die jeweilige Zone, zugelassene Plakette für das Fahrzeug besitzt, darf in dieser Zone fahren.

Plakette beim TÜV
Da nicht nur eine Menge Städte bereits Umweltzpnen eingeführt haben, sondern auch immer mehr Städte eine Umweltzone planen, ist es durchaus ratsam, sich bei der nächsten TÜV-Inspektionen danach zu erkundigen, welcher Schadstoffklasse das eigene Fahrzeug gehört. Dies hängt vom Motor und der daraus folgenden Verschmutzung ab. Keine Umweltschutzplakette erhalten alte Dieselfahrzeuge und Benzinfahrzeuge ohne geregeltem Katalysator und gehören so in die Feinstaubgruppe vier. Die Einordnung des Fahrzeugs in Gruppe drei (rote Plakette), Gruppe 2 (orangene Plakette) oder Gruppe 1 (grüne Plakette) wird anhand der fahrzeugtypischen Emissionsschlüsselnummer vorgenommen. Die grüne Plakette erhalten nahezu alle Benziner mit geregeltem Katalysator (G-Kat) und Fahrzeuge mit Flüssiggas-, Erdgas- oder Ethanolbetrieb.