Der Studienrat - Ein anspruchsvolles Berufsbild

Der Studienrat ist ein Berufsbild, dass sehr anspruchsvoll ist, weil es hohe Anforderung bezüglich der ausgeführten Tätigkeiten und der notwendigen Kompetenzen stellt.


Der Studienrat ist zunächst einmal eine Amtsbezeichnung für Lehrer. Werden Lehrer in das Beamtenverhältnis übernommen, dann tragen sie fortan diese Amtsbezeichnung. Jeder kennt Lehrer, aber wie sieht die Tätigkeit, die Studienräte ausüben, heute eigentlich genau aus und über welche Kompetenzen muss ein Lehrer verfügen? Die für diesen Beruf notwendigen Kompetenzen sind vielfältig. Sie können grob in vier verschiedenen Kompetenzbereiche unterteilt werden: Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Selbstkompetenz und Sozialkompetenz.

Tätigkeit
Als Lehrer arbeitet man an Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen oder an Gymnasien. Dort bestehen verschiedenste Aufgaben für die Lehrer. Zum einen muss Unterrichtet werden, um Kinder und Jugendliche fit für den Arbeitsmarkt zu machen – hiermit ist die Erziehungsfunktion von Lehrern angesprochen. Zum anderen müssen Klausuren konzipiert und durchgeführt werden und natürlich müssen diese Klausuren auch korrigiert werden, um angemessene Zeugnisnoten an die Schüler vergeben zu können – dies ist die Selektionsfunktion, die Lehrer erfüllen müssen. Darüber hinaus müssen Lehrer an Konferenzen teilnehmen oder sie leiten, sie müssen Klassen- oder Kursfahrten organisieren und durchführen und sie müssen ihre Tätigkeit im Rahmen von Sprechtagen gegenüber der Eltern der Kinder rechtfertigen – natürlich geht es aber auch darum, die Eltern über die Lernfortschritte ihrer Kinder zu informieren.

Fachkompetenz
Die Fachkompetenz bezieht sich zuerst auf die entsprechenden Unterrichtsfächer. Lehrer haben an einer wissenschaftlichen Hochschule studiert und somit Expertise in verschiedenen Fachdisziplinen erworben. Dabei können verschiedene Fächer kombiniert werden. So kann man zum Beispiel Lehrer für Deutsch und Religion sein oder aber auch Lehrer für Mathematik und Spanisch. Darüber hinaus müssen Lehrer ein Masterstudium der Pädagogik absolvieren (mit Abschluss Master of Education), in dem sie sich die neusten wissenschaftlichen Theorien über das Lehren und Lernen aneignen.

Methoden,- Selbst- und Sachkompetenz
Anschließend sind als sogenannte Soft-Skills, die Methoden-, Selbst- und Sachkompetenz von Lehrern zu nennen. So wird erwartet, dass Lehrer hohe Fertigkeiten im Präsentieren und vermitteln von Wissen aufweisen. Sie müssen Techniken und Methoden kennen, mit denen sie große Mengen an wissen an Schüler vermitteln. Sie müssen darüber hinaus in der Lage sein ihre Arbeit selbst zu strukturieren und sie müssen ihre Zeit selbst einteilen und eigenverantwortlich arbeiten. Sie genießen einen hohen Freiraum, wenn es darum geht, wo und wann sie ihren Unterricht vor- und nachbereiten und müssen deshalb über ein hohes Maß an Selbstdisziplin verfügen. Schließlich müssen Lehrer sozial sehr kompetent sein, denn sie sollen ihren Schülern mit gutem Beispiel vorangehen. Es wird von Lehrern darum erwartet, dass sie emphatisch sind, kooperativ, achtsam und natürlich auch durchsetzungsfähig. Das Berufsbild des Studienrats ist also durchaus ein sehr anspruchsvolles.