Berlin Fashion Week 2009 - Die Highlights

Was es alles auf der Berlin Fashion Week 2009 zu sehen gab und welche Highlights in Erinnerung blieben, erfahren Sie hier!


Viel zu sehen gab es auf der Berlin Fashion Week 2009, denn mehr als 30 Designer präsentierten ihre Frühjahr/Sommer-Kollektionen auf diversen Laufstegen. Und wir stellen Ihnen die Highlights vor.

Newcomer- Highlight Weyer
Viele Berlin-Debutanten und Newcomer waren dieses Jahr da. Aber unter all diesen stach eine Designerin besonders hervor: Frida Weyer. Bei ihrer Teilnahme an einem Design-Wettbewerb des Modehauses Peek & Cloppenburg fotografierte sogar Karl Lakgerfeld eines ihrer Kleider. Kein Wunder, dass sie auch ins Finale kam. Innerhalb von zwei Minaten gründete sie dann gleich zwei Labels und konnte kurz danach ihre ersten Auszeichnungen einheimsen. Auf der Fashion Week zeigte die junge Berlinerin nun ihre erste eigene Show: Opulente Abendkleider, romantisch verträumte Kreationen mit viel Stil und Sinn für edle Details wie Federn. Eine Kollektion wie ein französischer Chanson, meint Frida Weyer selbst und träumt davon, einmal Michelle Obama einzukleiden. Das Ausnahmetalent der Berlin Fashion Week 2009!

Debütant mongrels in common
Diese beiden Designer waren zum ersten Mal auf der Berliner Fashion-Week dabei und konnten mit viel Sinn für die Trends von morgen begeistern. Mongrels in common, das Berliner Designer-Duo, faszinierte mit außergewöhnlichen Materialien. Getreu nach dem Motto der eigenen Sho „ A siberian icelandic marriage“ verwendeten sie sibirisches Lachsleder, in eisige Farben und mettallisch schimmernde Erdtöne getaucht. Gekonnt verabeiteten Christina Pluess und Livia Limez-Carnillo dieses Material mit Seide und Garbadine zu maskulinen Hosenanzügen, engen Blazerkleidern und Cocktail-Dresses. Klare Linien und leicht männliche Einflüsse dominierten hier. Kühl aber doch weiblich und hinreißend elegant. Sogar die berüchtigte Modekritikerin Suzy Menkes war begeistert.

Boss Orange: Ein Debütant der ausreißt
Eines der Highlights der Berlin Fashion Week 2009 war ohne Zweifel Boss Orange. In diesem Jahrwar das Label zum ersten Mal in Berlin dabei und präsentierte seine neue F/S-Kollektion in einer stillgelegten Fabrikhalle. Wie gewohnt ist die kommende Kollektion äußerst tragbar und besticht durch eine gelungene Mischung aus verschiedenen Materialien. Rock Chic, würde der Kenner diesen Stil aus feminin und verrucht bezeichnen. Auch hier konnte man die Einflüsse von Jugendkultur und Musik sehen. Fließend leichte Stoffe, derbe Jeansjacken oder rockige Lederkurzjäcken, Marlenehosen und luftige Blousons. Eine Mischung, die in Zukunft ganz sicher die internationale Streetware bewegen wird. Auch Alan Brody und Sienna Miller ließen sich von den Boss Kreationen begeistern.

Der einzig Wahre
Heimlicher Favorit vieler wird wohl die neueste Kollektion des deutschen Top-Designers Michael Michalsky gewesen sein. Seine Show glänzte allein schon durch die gelungen in Szene gesetzte Kulisse – eine Mischung aus dunkler Urbanität in den zwanziger Jahren, als die große Depression Amerika im festen Würgegriff hielt. Typisch Michalsky, spielte er doch damit auf die aktuelle Finanzkrise an. Passen dazu waren rechts und links des Catwalks Aktienscheine wie Laub zwischen der Kulisse verteilt. Seine Kollektion wurde von den viel gesehen leichten Goldtönen oder hellem Blau dominiert, in die er hin und wieder schwarz-weiß gepunktete Stoffe als Akzente einarbeitete. Neben Kleidern im Stil der zwanziger Jahre zeigte er leichte Blousons und fließende Kleider in all-over prints. Michalsky-typisch kühl und präzise gearbeitet, stach ein knappes Minikleid in goldenem Stoff und gepunktetem Gürtel hervor. Das Publikum war begeistert.