Benzinverbrauch berechnen - so gehts

Der Kraftstoffverbrauch eines Autos zählt mit zu den wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Modells, daher sollte jeder Kfz-Halter regelmäßig beim Tanken den Benzinverbrauch berechnen.


Bei einem derart massiven Preisanstieg des Benzins in den letzten Jahrzehnten beeinflusst diese Größe deutlich die Kosten eines Kfz. Bis zu einer Höhe von 1,50 Euro ist der Benzinpreis in diesem Jahrtausend geklettert, und eine Trendwende ist bei diesem Rohstoff nicht abzusehen. Unabhängig von den Herstellerangaben sollte man den tatsächlichen Benzinverbrauch berechnen und damit die Kosten seines Autos kennen.

 

Das Notizbuch im Handschuhfach – unerlässlich für die Berechnung

Die einfachste Methode ist bei den neuen Modellen natürlich der Bordcomputer. Streckengenau und periodenabhängig wird der Verbrauch seit dem letzten Tankstopp oder der letzten Rückstellung angezeigt. Auch der aktuelle Verbrauch ist oft Bestandteil der Anzeigentafel. Ist das eigene Kfz allerdings nicht mit diesen Mitteln ausgestattet, greift man auf die klassische Methode zum Benzinverbrauch berechnen zurück. Beim Tanken wird der aktuelle Kilometerstand vom Tacho notiert, ebenso die getankte Benzinmenge an der Zapfsäule. Bitte beachten: Keine Zwischentankung! Der Benzintank muss bis zum automatischen Abstellen der Zapfsäule gefüllt werden. So ist gewährleistet, dass der Tank auch komplett gefüllt ist. Beim nächsten Tanken kann nun der Benzinverbrauch sehr schnell ermittelt werden. Vor dem Tanken muss man nur noch den aktuelle Kilometerstand notieren und durch Subtraktion den gefahrenen Kilometerstand ermitteln. Den Tank danach bitte wiederum komplett füllen. Nun wird die Benzinmenge durch die Fahrleistung geteilt und mal 100 genommen. Dadurch erhält man die exakte Verbrauchszahl in der Einheit „Liter Benzin je gefahrene 100 Kilometer“.

Kurzfassung und Erklärung der Kennzahl

Um eine Vergleichbarkeit mit anderen Modellen zu erhalten, hat sich der Kfz-Bereich auf eine einheitliche Kennzahl geeinigt. Der Verbrauch je 100 Kilometer Fahrleistung ist eine eindeutige Größe, die in Fahrzeugbroschüren und anderen Verkaufsmaterialien angegeben wird. Dabei wird meist ein Mittel aus Stadt- und Fernstraßenverkehr angesetzt, da häufiges Stoppen an Ampeln den Verbrauch drastisch erhöht. Um diese Kennzahl selbst im Blick zu behalten und eine eventuelle Fehleinstellung des Motors schnell zu erkennen, sollte man regelmäßig den Benzinverbrauch berechnen. Kurz gefasst lautet der Bruch „Verbrauchte Benzinmenge mal 100 geteilt durch gefahrene Kilometer“. Am einfachsten ist dies durch die oben beschriebene Methode zum Benzinverbrauch berechnen mit Volltanken und Notieren der Verbrauchsmenge sowie Kilometer-Leistung zu erhalten.

Tipp: Stellt man nach dem Tanken die km-Angabe wieder auf Null, muss die gefahrene Strecke nicht extra ermittelt werden, sondern wird direkt abgelesen.