Benzinpreise vergleichen und billiger tanken

Das Angebot an Tankstellen wächst, doch die Lage auf dem Tankstellenmarkt bleibt weiter schwierig. Tanken ist noch immer teuer, denn die Entwicklung des Benzinpreises hängt von vielerlei Faktoren ab. Um dennoch günstig zu tanken, beachten Sie vor allem Tageszeiten und Wochentage.


Der Betrieb von Tankstellen gilt als lohnendes Geschäft. Neben Diesel und Benzin handeln Tankstellenbesitzer auch mit Autozubehör, Snacks und weiteren Shop-Artikeln, die zusätzlich Geld in die Kassen spülen. Ebenfalls lukrativ bleibt das Geschäft mit Alkohol am Wochenende, wenn Discounter bereits geschlossen sind und feiernden Jugendlichen der Nachschub ausgeht. Das wachsende Angebot und der Aufbau von neuen Tankstellen verändern den Markt jedoch nachhaltig.

Mehr Auswahl, mehr Konkurrenz

  • Freie Tankstellenbetreiber drängen auf den Markt und versuchen große Unternehmen zu unterbieten. Dem Kunden wird mit dem vermehrten Angebot eine entscheidende Macht übergeben: Er kann sich entscheiden bei der Konkurrenz zu kaufen und damit Geschäftstaktiken anderer Unternehmen abzustrafen.
  • Fachfremde Großunternehmen weiten ihr Angebot durch den Bau von Tankstellen aus. Handelsketten wie Edeka steigen trotz Golfkrise und steigender Rohölpreise in das lukrative Tankgeschäft ein.
  • Um der Konkurrenz der freien Tankstellen entgegenzuwirken, bauen auch bekannte und traditionelle Großkonzerne ihre Netze weiter aus. Neben Aral und Shell meldete die Stadt Hamburg kürzlich, dass nun auch Esso seine Standorte erweitern will. Bis Ende 2013 sind 20 neue Esso-Tankstellen geplant. 

Billiger tanken bleibt auch in Zukunft schwer

  • Obwohl Sie als Kunde mit einem ausgebauten Tankstellennetz mehr Möglichkeiten bei der Auswahl Ihrer Tankstelle haben, bedeutet dies nicht automatisch, dass es Ihnen möglich sein wird, günstiger zu tanken. Die Preise für Benzin und Diesel bestimmen mehr Faktoren als Angebot und Nachfrage.
  • Bei Diesel und Benzin ist Deutschland auf das Ausland angewiesen. Die dort stetig steigenden Rohölpreise werden auf die Tankpreise für den Kunden übertragen. Außerdem fordert die Mineralölsteuer von Tankstellenbesitzern hohe Abgaben. Fast die Hälfte des Benzinpreises kommt durch diese Steuer zustande. 
  • Ein weiterer Faktor ist der Betrag für Deckungs- und Lagerkosten. Dieser wird ebenfalls auf den Benzinpreis gerechnet und unterliegt starken Schwankungen.

 Preisvergleiche werden erleichtert

  • Die erhöhte Konkurrenz macht das Vergleichen von Preisen einfacher. So können Sie zwar nicht billig tanken, aber Sie ermitteln einfacher den günstigsten Preis. Beachten Sie beim Tanken die Tageszeit. Es ist erwiesen, dass die Benzinpreise morgens steigen und abends sinken. Der Grund: Viele Pendler füllen morgens ihren Tank.
  • Tanken Sie nicht am oder kurz vor dem Wochenende. Auch hier schießen die Preise in die Höhe und reißen ein großes Loch in Ihren Geldbeutel.  Vermeiden Sie Kostenfallen wie etwa Tankstellen auf Autobahnen oder in den "Wohlstandsvierteln" der Städte. Vor allem Autobahnen setzen auf die Fahrer, die durch Stau oder zu große Umwege viel Benzin verbraucht haben und nun gezwungen sind zu tanken.
  • Nutzen Sie das Internet! Mit vielen Apps und auf Internetportalen finden Sie schnell, einfach und zuverlässig die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe. Mehr Transparenz naht: Im Herbst 2013 soll endlich auch die zentrale Benzinpreisstelle an den Start gehen, mit der das Bundeskartellamt sich mehr Übersicht im Dschungel der Benzinpreise erhofft. Gewünscht wird nicht nur ein besserer Informationsstand für Autofahrer, sondern auch eine nachhaltige Stabilisierung der Preise.