Baumblätter bestimmen: Bestimmungsmerkmale

Baumblätter bestimmen ist gar nicht so schwer, wenn man sich bestimmte Merkmale der Blätter merkt und diese genauer betrachtet.


Wenn Sie Baumblätter bestimmen wollen, müssen Sie beachten, dass Nadelbäume auch Blätter besitzen, die sich in der Entwicklungsgeschichte zusammengerollt haben, um sich so ihrer Umwelt anzupassen. Dadurch ist ein Nadelbaum einfach an seinen Nadeln zu erkennen, aber auch diese variieren in ihrer Länge und Anordnung und kennzeichnen so den einzelnen Baum. Auch ist bei Nadelbäumen leicht zu prüfen, ob die Nadeln spitz oder weich sind. Es gibt auch Bäume, die schuppenförmige Blätter haben, so zum Beispiel der Lebensbaum.

Blattmerkmale
Eine zusammengetragene Auflistung von vorgefundenen Bestimmungs-merkmalen macht es Ihnen ganz einfach, Baumblätter bestimmen zu können und in einem Bestimmungsbuch den richtigen Baum herauszufinden. Dazu müssen Sie die einzelnen Bestimmungsmerkmale durchgehen und jedem Blatt zuordnen. Baumblätter bestimmen Sie anhand der Blattform, der Blattspitze, des Blattrandes, der Blattnervatur ("Blattadern") und ob es sich um ein einfaches oder ein zusammengesetztes Blatt handelt. Dabei sind auch Blattgröße, -farbe und -stiel mit zu berücksichtigen.

Unterschiede in Blattform, Blattspitze, Blattrand und Blattnervatur
Die Blattform kann abgerundet, abgestuft, herzförmig, handförmig oder keilförmig (schlank, lang, in der Mitte breiter) sein. Die Blattspitze kann spitz, aber auch zugespitzt oder gar stachelförmig, abgerundet, abgestutzt oder eingeschnitten sein. Der Blattrand kann glatt, aber auch strukturiert sein. Gesägt, gezähnt und gewimpert ist ebenso möglich, wie gekerbt, gebucht oder gewellt. Die Blattnervatur, der Verlauf der "Blattadern", kann in Streifen (wie bei einem Grashalm), fingernervig (von mehreren Hauptsträngen abzweigend) oder fiedernervig (von einem Hauptstrang nach links und rechts abzweigende Nebennerven) sein. Zusammengesetzte Blätter bestehen aus Einzelblättern, die an einem gemeinsamen Blattstiel sitzen oder an diesem angeordnet sind. Dies kann auch ein langer Blattstiel sein, mit oder ohne Blatt an der Stielspitze. Es gibt auch Blätter mit einem sehr kurzem (der teilweise vom Blatt überragt wird) oder auch langen Blattstiel. Nicht alle Blätter sind grün, zum einen unterscheidet sich das einzelne Grün der Bäume untereinander, zum Anderen gibt es auch farbige Blätter (nicht nur im Herbst). Jedes Blattmerkmal kann bei jeder Blattform vorkommen.

Baumblätter bestimmen - einige Beispiele
Ein typisches keilförmiges, gebuchtes Blatt hat die Eiche. Die Linde hat ein herzförmiges, spitz zulaufendes, gezahntes, fiedernerviges Blatt. Ein handförmiges Blatt ist zum Beispiel ein Ahornblatt. Einige Arten des Spitzahorns haben rote Blätter.Ein Kastanienblatt ist aus mehreren, einzelnen, keilförmigen Blättern zu einem handförmigen Blatt zusammengesetzt. Eschen wiederum haben unpaarig (eine ungerade Anzahl Einzelblätter) gefiederte Blätter. Am Blattstielende sitzt ein Blatt. Am Blattstiel entlang liegen einzelne keilförmige Blätter, mit einem gewissen Abstand zueinander, sich paarweise gegenüber. Die Anzahl der Blattpaare und die Form des Blattrandes sagt nun, um welche Esche es sich genau handelt. Die Birke hat kleine, gerundete oder spitz zulaufende, fiedernervige Blätter, die gewellt oder gezahnt sein können. Kiefern haben im Allgemeinen lange Nadeln, die paarweise am Ast sitzen. Die genaue Länge der Nadeln und ob diese spitz oder weich sind, sagt Ihnen, um welche Kiefernart es sich genau handelt. Eine Besonderheit unter den Nadelbäumen stellt die Lärche dar. Sie verliert als einziger Nadelbaum ihre buschig angeordneten, weichen Nadeln im Herbst und kann auf diese Weise einfach erkannt werden.