Auto restaurieren: So geht's

Das Auto restaurieren ist nur bei Fahrzeugen möglich, die noch keine dreißig Jahre alte sind, für Oldtimer gelten ganz besondere Regeln.


Ein Auto restaurieren muss der Besitzer eines Fahrzeugs nur, wenn es irgendwann den Status eines Oldtimers erhalten soll. Er muss dabei darauf achten, dass er das Auto so herrichtet, dass es dem Baujahr noch entspricht, das Modell darf dabei keine signifikanten Änderungen erhalten.

Restaurieren – schwieriger als Reparieren

  • Viele Autofahrer älterer Modelle sprechen davon, dass sie ihr Auto restaurieren, ohne sich dabei bewusst zu sein, dass ihre Maßnahmen nicht unter den Begriff Restaurieren, sondern unter Tuning oder einfach Reparatur fallen. Es ist gerade bei jüngeren Fahrern nicht unüblich, nach Schäden oder für die Abnahme vom TÜV Veränderungen am Fahrzeug vorzunehmen, neue Teile einzubauen oder die Karosserie zum Beispiel zu verbreitern.
  • Der Einbau einer Klimaanlage, elektrischer Fensterheber, selbst ein neues Lenkrad oder ein neuer Schaltknüppel sind Veränderung am Fahrzeug, die das ursprüngliche Bild verzerren, es entspricht nicht mehr dem baujahrestypischen Stand, selbst wenn die Maßnahmen nicht offensichtlich erkennbar sind.
  • Wer also sein Auto restaurieren will, kann nicht unbedingt ins nächste Geschäft gehen und sich Ersatz- oder Umbauteile besorgen, er muss darauf achten, dass sie auch zum Baujahr passen.

Auto restaurieren – was zu beachten ist

  • Das Hauptproblem älterer Modelle stellt noch immer der Rost dar. Die unschönen braunen Flecken auf der Karosserie stören nicht nur optisch, sie zerstören im Laufe der Zeit das Fahrzeug. Heute gibt es einfache Mittel ein Durchrosten zu verhindern, werden die Maßnahmen rechtzeitig durchgeführt – beim Restaurieren sind jedoch selbst hier einige Dinge zu beachten.
  • So dürfen bei Autos, die den Oldtimerstatus erhalten sollen, keine Glasfasermatten verwendet werden, um kleine Löcher zu schließen. War es bis ins einundzwanzigste Jahrhundert üblich, die Löcher zu spachteln oder zu schweißen, muss dies auch heute noch so geschehen. Auch die Versiegelung der Spachtelmasse darf nicht mit Kunstharz erfolgen, sondern sie muss klassisch grundiert werden.
  • Ähnlich sieht es im technischen Bereich aus, um den Oldtimerstatus zu erhalten, kann es durchaus sein, dass vom Vorbesitzer eingebaute Teile wieder entfernt werden müssen. So sind Auspuffanlagen dem Baujahr anzupassen, auch wenn dadurch der Schadstoffausstoß deutlich höher wird als mit einer modernen Anlage und der Benzinverbrauch steigt, H7-Lichter sind gegen H4-Licht auszutauschen und Veränderungen am Motor ruckgängig zu machen.
  • Wer ein älteres Fahrzeug kauft und es nicht unbedingt über die dreißig Jahre retten möchte, um dann einen Oldtimer zu fahren, sollte sich gut überlegen, ob er das Auto restaurieren möchte oder in einen Zustand bringen, der dem heutigen Standard deutlich näher ist. Schließlich hat Restauration etwas mit langfristigem Erhalt des ursprünglichen Zustands und nicht unbedingt mit Komfort und Bequemlichkeit zu tun.