Allergie: Häufigkeit in Deutschland

Kaum ein Deutscher, der nicht unter einer Allergie leidet. Hier finden Sie eine Übersicht über die häufigsten Allergien in Deutschland.


Allergien sind in Deutschland weit verbreitet. Hier erfahren Sie alles über die häufigsten Allergien, unter denen die Deutschen zu leiden haben...

 

Häufigkeit

Mit etwa 16 Prozent ist die Pollenallergie (Heuschnupfen) die häufigste Allergie in Deutschland. Allergien gegen Hausstaubmilben und Tierhaare sind hierzulande ebenfalls weit verbreitet (zu jeweils zehn Prozent). Mit circa sieben Prozent tritt die Kontaktallergie gegen Nickel auf. Die Häufigkeit von Schimmelpilz-, Nahrungsmittel- und Arzneimittelallergien liegt bei etwa fünf bis sechs Prozent, während die Überempfindlichkeit gegen Latex und Insektenstiche mit jeweils drei Prozent relativ gering ausfällt.

Inhalationsallergien
Unter Inhalationsallergien werden überempfindliche Reaktionen auf Allergene, welche über die Atmung aufgenommen werden, zusammengefasst. Darunter fallen Heuschnupfen und allergische Reaktionen, infolge von Pollen-, Tierhaaren-, Milbenkot- oder Schimmelpilzkontakt.

Typische Allergie Heuschnupfen
Schon früh im Jahr sieht man Menschen mit geröteten Augen und ständig laufender Nase und Niesreiz, schnell ist klar, diejenigen werden wohl an Heuschnupfen (med. Pollinosis) leiden. Die Übeltäter, die einem den Frühling glatt verderben können, sind Pollen von Bäumen, Sträuchern, von Gräsern sowie Getreide. Neben geröteten und tränenden Augen leiden viele Heuschnupfenallergiker auch an Bindehautentzündungen, ständigem Niesreiz, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Zu den häufigsten Arten, die Heuschnupfen auslösen, gehören Birken-, Erlen-, Gräser- und Roggenpollen.

 

Wechselspiel Heuschnupfen und Asthma
Viele Allergiker leiden neben Heuschnupfen auch noch an Asthma bronchiale, dies ist damit zu erklären, dass die Entzündungsreaktionen beider Krankheiten gleich ablaufen (über Leukotriene). Meist besteht erst der Heuschnupfen, dann kommt es zum Etagenwechsel und Asthma bronchiale wird diagnostiziert. Das bedeutet, die Beschwerden der oberen Atemwege verlagern sich zu Einschränkungen der unteren Atemwege.

 

Vorbeugung eines Heuschnupfens
Die beste Methode Allergien zu vermeiden, ist die Vermeidung der Allergene, aber wie soll das einem Pollenallergiker in Frühling und Sommer gelingen? Denn so verliert beispielsweise ein einziger Haselstrauch etwa 600 Millionen Pollen, die sich über den Luftweg verbreiten. Ohne Medikamente, wie Nasensprays und Augentropfen, gegen die Symptome, geht es bei Pollenallergikern kaum. Jedoch gibt es ein paar gute Tipps, um einen übermäßigen Kontakt mit Pollen zu vermeiden. Dazu zählt zum einen bei geschlossenem Fenster zu schlafen, lüften sollte man am besten erst in den Abendstunden, wenn sich bereits Tau gebildet hat. Man kann aber auch auf Pollenschutzgitter zurückgreifen, die sehr feinmaschig sind und sich vor Fenstern befestigen lassen. Dann kann möglicherweise auch bei offenem Fenster geschlafen werden. Die Pollenbelastung ist an windigen Tagen ohne Regen am größten, daher sollte gerade diese belastende Zeit in den Innenräumen verbracht werden, soweit das möglich ist. Nach einem Regenguss ist die Luft von den meisten Pollen gereinigt, aus diesem Grund ist diese Zeit am besten für Allergiker geeignet, sich außerhalb der Räume aufzuhalten. Wiesen und Felder sollte man generell versuchen zu meiden. Für lästige Niesattacken im Auto sind Pollenfilter ratsam, die man sich in den Kühler einbauen lässt. Die Reinigung der pollenbestäubten Textilien ist ebenfalls sehr hilfreich, dazu sollte man sich abends immer die Haare waschen, da sich Pollen gern in den Haaren festsetzen. Ganz wichtig ist, dass man sich über die Blütezeit der allergieauslösenden Pflanze im Klaren ist, darüber informieren die Pollenkalender. Am besten geht man der Hauptblütezeit der Bäume oder Sträucher aus dem Weg, auch, wenn man Urlaub in Regionen macht, in denen diese Pflanzen zu dieser Zeit blühen.